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Autor: Sarah Pütz
Artikel vom 29.10.2020

Ablehnung zu geplanter Kiesgrube

Stadt Elsdorf bezieht in Stellungnahmen klare Position

Ein privates Unternehmen plant eine großflächige Kiesgrube über rund 96 Hektar zwischen Widdendorf/Heppendorf und Bergheim-Thorr. Hierzu hat die Stadt Elsdorf beim Rhein-Erft-Kreis sowie der Bezirksregierung klare Stellungnahmen abgegeben und mehrfach auf die immensen Belastungen für Mensch und Natur hingewiesen sowie die bereits großen Einschränkungen durch den Tagebau verdeutlicht.

„Wir haben uns über Jahrzehnte mit den Einschränkungen durch den Tagebau arrangiert. Nun haben wir aber ein Recht darauf, dass unsere Flächen für Natur, Naherholung, Freizeit oder Landwirtschaft lebenswert genutzt werden können statt weiterem Lärm, Verkehr und Schmutz“, beziehen der Heppendorfer Ortsvorsteher Dietmar Wildner und Bürgermeister Andreas Heller klar Stellung.

Bereits zu Jahresbeginn hatten beide zu einem Bürger-Informationsabend eingeladen, bei dem mehr als deutlich wurde, dass Anwohner wie politische Vertreter die gleiche Meinung haben und gemeinsam ihr Interesse deutlich machen. Unterstützung haben Bürgermeister, Ortsvorsteher und Anwohner auch durch den Elsdorfer Stadtrat sowie den Fachausschuss erfahren. In mehreren Stellungnahmen hat die Stadt Elsdorf in den vergangenen Monaten äußerst deutlich Position bezogen. Mit dem Hinweis auf die massiven Auswirkungen vor Ort lehnt man das Vorhaben klar ab.

Genehmigen oder Verbieten kann dies jedoch nicht die Stadt Elsdorf, sondern der maßgebliche Plan („Teilplan Nichtenergetische Rohstoffe“) wird von der zuständigen Bezirksregierung Köln erarbeitet.

Eine weitere Stellungnahme wird Elsdorf Anfang November bei der Bezirksregierung einreichen, wenn die Thematik bei der konstituierenden Sitzung des neuen Elsdorfer Stadtrates auf der Tagesordnung steht. „Obwohl in ganz NRW Kommunalwahlen stattgefunden haben und sich nun die Gremien neu zusammenfinden, setzt uns die Bezirksregierung unverständlicherweise sehr knappe  Fristen. Mir ist es jedoch wichtig, den neuen Stadtrat bei dem Thema mitzunehmen und nicht ohne den Rat zu handeln. Daher werden wir hierüber am 3. November beraten, eine klare Stellungnahme abgeben und diese fristgerecht bis zum 9. November einreichen“, erläutert Bürgermeister Heller.

„Dann sollte auch der letzte Sachbearbeiter bei der Bezirksregie die mehr als eindeutige und deutlich begründete Sonderrolle der Tagebaukommune Elsdorf verstanden haben. Bitte lassen Sie sich auch nicht von politisch motivierten Gerüchten verunsichern, dass Stadtverwaltung oder Stadtrat in der Sache Fristen versäumt hätten oder klare Stellungnahmen nicht abgegeben hätten. Solche Gerüchte sind in der aktuellen Situation unverantwortlich. Das Interesse der Menschen aus unserer Stadt vertreten wir vollumfänglich und nutzen hierzu jede Möglichkeit“, betonen Bürgermeister Heller und Ortsvorsteher Wildner.

Auch alle Bürger/innen können bis zum 9. November bei der Bezirksregierung ihre Einsprüche gegen das Vorhaben einreichen: per Brief an Bezirksregierung Köln, Dezernat 54, 50606 Köln oder per Mail an regionalplanung(@)brk.nrw.de.