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Autor: Christoph Hoischen
Artikel vom 08.11.2019

Elsdorf besucht Lausitzer Revier

Erfolgreiche Rekultivierung als Beispiel für Elsdorf – Solidarität zwischen Lausitzer und Rheinischem Revier

In der vergangenen Woche besuchte Elsdorfs Bürgermeister Andreas Heller das Lausitzer Braunkohle Revier. Im Blick standen dabei insbesondere die dort schon teilweise seit vielen Jahren erfolgreichen Nachnutzungen der ehemaligen Tagebauflächen. In den Bereichen Naherholung, Wohnflächen, Tourismus und Seegestaltung kann die Lausitz als Orientierung für Elsdorf dienen.

„Wir möchten eine lebenswerte Stadt haben. Ein Drittel unserer Stadtfläche liegt noch im Tagebau. Doch schon jetzt gilt es die Planungen hierfür anzustoßen und Flächen zu schaffen, von denen die Menschen in unserer Stadt profitieren“, so Heller. Diese Planungen sollen von Elsdorf ausgehen und nicht von Externen diktiert werden.

Beispielhaft hierfür ist die Braunkohleregion in der Lausitz, die eine sehr ähnliche Geschichte hat wie das Rheinische Revier. Einige Städte dort haben die Aufgabe, vor der Elsdorf steht, allerdings schon erfolgreich gestaltet. Die Stadt Senftenberg (Brandenburg) hat aus dem Tagebauloch schon längst einen touristisch erschlossenen See geschaffen, wie Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich dem Besuch aus dem Rheinland erklärte. Die Menschen in der Stadt profitieren von einer sehenswerten Landschaft und neuen Arbeitsplätzen, die Stadt konnte neue Einnahmen durch Tourismus, Freizeit und Betriebsansiedlungen generieren.

Aber auch das brandenburgische Cottbus plant derzeit die Neugestaltung großer Stadtflächen nach dem Tagebau. Im Gespräch mit dem Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch erfuhr Heller viel Interessantes über die Umsetzung. Vor rund zwei Jahren endete dort die Tagebauförderung planmäßig und in wenigen Wochen startet der Wasserzufluss in den neuen Cottbuser Ostsee. So wird dort bald ein See von bis zu 4 km Breite und 22 km Umfang entstehen. Wohnen am Wasser, Badestrände, geschützte Naturbereiche, Tourismus, Freizeit und vieles mehr werden Cottbus bald neue Möglichkeiten eröffnen.

„Diese Planungsaufgaben liegen nun auch vor uns in Elsdorf. Bis zu 5 km Uferlänge werden voraussichtlich in Elsdorf geschaffen. Diese möchten wir mit großem Mehrwert, Badestrand, Wohnen und Freizeit gestalten. Und das alles eingebettet in die Natur, die an erster Stelle bei den Überlegungen steht. Für unsere Stadt liegt dort ein sehr großes Potenzial, das es zu nutzen gilt. Die grundlegenden Planungen gilt es schon jetzt erfolgreich zu gestalten“, verdeutlicht Heller.

Gleichzeitig betonte er aber auch die Solidarität zwischen den beiden Revieren. Die Politik in Berlin und Düsseldorf müsse eine Förderkulisse schaffen, die den vom Strukturwandel besonders betroffenen Städten auch gezielt weiterhilft. Ein Wettlauf zwischen den Regionen und Städte - unabhängig von der tatsächlichen Betroffenheit - müsse verhindert werden.