Bienenzuchtverein und Stadt Elsdorf sensibilisieren für den Umgang mit der invasiven Art
Die Asiatische Hornisse breitet sich zunehmend auch in Deutschland aus und stellt eine wachsende Herausforderung für Natur, Landwirtschaft und Imkerei dar. Um frühzeitig aufzuklären und richtiges Verhalten zu vermitteln, arbeitet der Bienenzuchtverein Elsdorf und Umgegend 1897 eng mit der Stadt Elsdorf zusammen.
Im Frühjahr beginnt die Asiatische Hornisse mit dem Bau sogenannter Primärnester. Diese entstehen an wind- und regengeschützten Orten, beispielsweise in Büschen, Hecken, Garagen, Gartenhäusern oder versteckt hinter Verkleidungen. Häufig befinden sich die Nester in geringer Höhe oder sogar in Bodennähe. Zunächst baut die Königin das Nest allein, bevor nach etwa vier bis sechs Wochen die ersten Arbeiterinnen schlüpfen und die weiteren Aufgaben übernehmen.
Diese frühen Nester sind in der Regel noch klein und können vergleichsweise gut entfernt werden. Eine frühzeitige Meldung ist daher besonders wichtig, um die weitere Ausbreitung der invasiven Art zu verlangsamen. Später ziehen die Völker häufig in größere Sekundärnester um, die meist hoch oben in Baumkronen liegen, aber auch an Gebäuden oder in Hecken vorkommen können. Diese Nester können mehrere tausend Tiere beherbergen.
Die Asiatische Hornisse verteidigt ihr Nest deutlich aggressiver als heimische Arten und kann bei Störungen auch in Gruppen angreifen. Für Menschen besteht insbesondere für Allergiker ein erhöhtes Risiko. Darüber hinaus stellt sie eine Gefahr für Honigbienen und Wildbienen dar, da sie gezielt Jagd auf Bestäuber macht. Dies kann sich negativ auf die Biodiversität und die Landwirtschaft auswirken.
Wichtig ist: Nester sollten nicht eigenständig entfernt werden. Stattdessen wird darum gebeten, mögliche Funde zu melden und fachkundig prüfen zu lassen. Die zentrale Ansprechpartnerin ist Gaby Kahl vom Bienenzuchtverein, die sich intensiv mit der Thematik beschäftigt. Frau Kahl ist betreibt in Elsdorf-Oberembt das Imkerei-Museum und berät sowie informiert Interessierte rund um das Thema Wespen, Hornissen und Bienen. Sie hat bereits den städtischen Bauhof entsprechend sensibilisiert und geschult, sodass mögliche Funde frühzeitig erkannt und richtig eingeordnet werden können.
Für Hinweise, Fragen und die Organisation der Entfernung steht Gaby Kahl zur Verfügung: telefonisch unter Mobiltelefon: 0172 5828667 oder per E-Mail an gabykahl(@)vodafone.de.
Die gemeinsame Initiative von Bienenzuchtverein und Stadt Elsdorf leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der heimischen Artenvielfalt und zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung der Asiatischen Hornisse.


