Spatenstich für Rheinwassertransportleitung
Mit dem Spatenstich für die Rheinwassertransportleitung ist in Elsdorf der Start für eines der wichtigsten Zukunftsprojekte der Region gefallen. Damit beginnt sichtbar der Wandel im Rheinischen Revier – hin zu neuen Landschaften, mehr Lebensqualität und neuen Perspektiven für die Menschen hier in unserer Stadt.
Die Leitung ist dafür ein zentraler Baustein: Sie wird das Wasser aus dem Rhein in die ehemaligen Tagebaue bringen. Ab 2030 soll der Elsdorfer See befüllt werden; mit ihm entsteht damit der zweitgrößte See Deutschlands nach dem Bodensee.
Über viele Jahrzehnte war die Region durch die Braunkohle geprägt. Umsiedlungen, große Eingriffe in die Landschaft sowie Bagger und Staub bestimmten das Bild. „Das hat Spuren hinterlassen – in der Landschaft und in den Herzen der Menschen“, so Bürgermeister Andreas Heller. Gleichzeitig brachte der Tagebau Wohlstand und sicherte die Energieversorgung. Deshalb ist der vielbeschworene Strukturwandel nach dem absehbaren Ausstieg von RWE aus dem Tagebau so wichtig. „Jetzt nutzen wir die Chance und gestalten unsere Heimat aktiv mit“, sagt Bürgermeister Andreas Heller. „Das haben die Menschen hier verdient.“
Der Strukturwandel wird seit Jahren vorbereitet. Um die Entwicklung gemeinsam voranzubringen, haben die Anrainerkommunen rund um den Tagebau Hambach im Jahr 2020 die Neuland-Hambach GmbH gegründet. Die Pläne für die Rheinwassertransportleitung gibt es noch wesentlich länger – sie reichen bis in frühere Genehmigungen aus den 1970er- und 1990er-Jahren zurück und wurden mit dem Kohleausstieg weiter konkretisiert.
„Und nun bauen wir!“, sagt Dr. Lars Kulik, Vorstandsmitglied der RWE Power AG, mit Nachdruck – nun beginnt nach einer langen Zeit des Planens endlich die Zeit der Umsetzung. In den kommenden fünf Jahren sollen mehr als 9.000 Rohre verlegt werden. Die rund 45 Kilometer lange Leitung verläuft vom Rhein bei Dormagen über Grevenbroich-Allrath bis nach Elsdorf und hat einen Durchmesser von bis zu 2,20 Metern. Ab 2030 soll das Rheinwasser in den Tagebau fließen.
Der Stadt Elsdorf kommt dabei eine ganz besondere Rolle zu: Denn Elsdorf ist der Ort, an dem das Rheinwasser künftig in den See eingeleitet wird. Hier wird der Wandel unserer Region greifbar und erlebbar. Hier soll die Befüllung des Sees sichtbar gemacht werden mit einem markanten Bauwerk, den Inszenierungsanlagen, und Besucherinnen und Besucher von nah und fern anziehen. Es entstehen neue Wege, wie z.B. der geplante „Hambach Loop“, ein Radweg rund um den See, Aufenthaltsorte, Informations- und Freizeitangebote. „Wir haben jetzt die Chance, aus Elsdorf einen besseren Ort zu machen. Einen Ort, der vielleicht schöner, interessanter und vielfältiger ist als je zuvor“, so Bürgermeister Andreas Heller. „In aller Bescheidenheit – ich bin davon überzeugt, dass in zehn Jahren jeder in NRW diesen See kennen wird. Und vielleicht ja auch unsere Stadt.“
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