Nowhere ELS
Liebe Elsdorferinnen,
liebe Elsdorfer,
gefühlt haben wir gerade erst auf das neue Jahr angestoßen, nun feiern wir schon bald das Osterfest. Ich weiß nicht, wie es Ihnen und Euch geht, aber in meiner Wahrnehmung sind die ersten drei Monate dieses Jahres sprichwörtlich wie im Flug vergangen.
Das mag auch daran liegen, dass sich zur Zeit ganz schön viel tut in unserer Stadt, im Kleinen und im Großen. Elsdorf läuft. Beständig und bescheiden.
Bald können wir auch sagen: Wasser läuft – und zwar durch die Rheinwasser-Transportleitung, die auf Elsdorfer Stadtgebiet den zukünftigen See speisen wird. RWE hat Anfang März mit den Bauarbeiten begonnen und der Spatenstich am 17. März hat den offiziellen Startschuss zu diesem Jahrhundertprojekt gegeben. Die 9000 Stahlrohre, die in den nächsten drei Jahren verbaut werden, leiten ab 2030 bis zu 13,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in den Elsdorfer See direkt vor unserer Haustür. Was bisher nicht greif- oder sichtbar war, wird nun langsam Realität. Wenn auch viele von uns die endgültige Befüllung des Sees in ca. 40 Jahren nicht mehr selbst miterleben werden, so ist doch auch hier sprichwörtlich der Weg das Ziel. Unsere Region und unsere Stadt werden sich sukzessive verändern und das mit großen Schritten. Weg vom Bergbau mit all seinen Vor- und Nachteilen, hin zu einer attraktiven Landschaft, ja vielleicht zu einer beliebten Touristenregion.
Ein weiterer, riesiger Schritt in Sachen Strukturwandel ist sicherlich die Ansiedlung von Microsoft im rheinischen Revier. Am 12. März wurde der Spatenstich für das erste Rechencenter gefeiert. Dieses entsteht auf dem Gebiet INKA :terra nova, welches zwar auf Bergheimer Boden liegt, aber ein gemeinsames Projekt von Bergheim, Bedburg und Elsdorf ist. Ein weiteres Rechencenter wird in Bedburg im ebenfalls interkommunalen Gewerbegebiet BEB61 entstehen und südlich von Heppendorf wird Microsoft sich auch auf Elsdorfer Boden niederlassen.
Microsoft in Elsdorf? Darüber hätte man vor zehn Jahren doch sicherlich nur gelacht. Tatsächlich gehen wir in Elsdorf aber seit rund einem Jahrzehnt sehr konsequent und mit großer Beständigkeit unseren Weg. Wir haben früh begonnen, uns strategisch auf den Strukturwandel vorzubereiten und die Chancen zu nutzen, die sich aus dieser Entwicklung ergeben. Was jetzt bei uns passiert, kommt für viele vielleicht überraschend – für uns ist es jedoch das Ergebnis einer langfristigen und klar verfolgten Strategie. Die Ansiedlung von Microsoft ist dabei ein bedeutender Baustein unseres Gesamtplans für die Zukunft unserer Stadt. Sie zeigt, welches Potenzial wir haben.
Doch auch im vermeintlich „Kleinen“ geht es voran: nach wie vor treiben wir ein umfangreiches Stadtentwicklungsprogramm voran. Schritt für Schritt wird Elsdorf dadurch ein neues Gesicht bekommen – mit neuen Aufenthaltsqualitäten und einer Infrastruktur, die den Anforderungen der Zukunft gerecht wird. Nicht zuletzt öffnet im Sommer unser frisch saniertes Freibad. Darauf können wir uns alle miteinander freuen.
Ich könnte nun noch viele weitere Projekte nennen. Das würde den Rahmen allerdings sprengen. Ich lade Sie und Euch daher gerne zu den Bürger-Infoabenden ein, die in den nächsten Monaten wieder in jedem Ortsteil stattfinden. Über die genauen Termine informieren wir über die üblichen Kanäle. Dort nehme ich alle Interessierten mit auf unsere „Reise in die Zukunft“. Denn eins ist klar: da kommt noch einiges.
Passend dazu haben wir unser neues Stadt-Logo gestaltet: ELS stadt. els. dorf. Vielleicht habt ihr es schon hier und da gesehen?! Wie wir auf die Idee kamen fragt sich vielleicht manch einer. Bisher hatten wir uns ja „Wir wachsen zusammen“ auf die Fahne geschrieben. Wir finden, das ist uns in den letzten Jahren sehr gut gelungen: Weg vom Kirchturmdenken hin zu einer starken Stadtgemeinschaft. Vereine und Menschen über alle Ortsteile hinweg arbeiten Hand in Hand zusammen mit der Stadtverwaltung für ein lebens- und liebenswertes Elsdorf. Wir sind gut aufgestellt.
Nun ist es Zeit in die Zukunft zu blicken, den Aufbruch zu wagen, die sprichwörtliche Reise zu starten. Es ist kein Zufall, dass unser neues Logo an die Anzeigetafeln am Flughafen erinnert. ELS als Abkürzung für einen zukünftigen Sehnsuchtsort. Hoch gegriffen? Vielleicht. Aber lasst uns doch mal selbstbewusst sein und stolz auf unsere Stadt – und ja, vielleicht auch ein bisschen träumen.
Es ist doch so: Bis vor kurzem kannten wahrscheinlich nur wenige Menschen in Nordrhein-Westfalen die Stadt Elsdorf. Heute wird nicht nur lokal und regional, sondern regelmäßig auch national über unsere Stadt und ihre Fortschritte berichtet. Ich bin davon überzeugt: In zehn Jahren wird uns vielleicht jeder kennen. An Elsdorf wird vielleicht kein Weg vorbeiführen.
Dafür haben wir in der Vergangenheit einen hohen Preis gezahlt. Jahrzehntelange Belastung durch den Tagebau, der zwar viele Arbeitsplätze aber noch mehr Dreck und Schmutz brachte. Besonders Elsdorf war hiervon betroffen. Daher mein Vorschlag: wir nennen den See „Elsdorfer See“. Es erschließt sich mir nicht, warum es automatisch der „Hambacher See“ werden sollte. Was meint ihr?
Ihr seht, in Elsdorf passiert viel – jetzt und in Zukunft.
Lasst es mich nochmal zusammenfassen: Elsdorf läuft.
Danke den ehrenamtlichen Politikerinnen und Politikern im Rat und den Ausschüssen, die den Weg unserer Stadt mit viel Engagement begleiten.
Danke meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich tagtäglich für unsere Stadt einsetzen. Ich schätze mich glücklich, solch ein starkes Team zu haben.
Danke auch den Menschen, die sich jeden Tag für unsere Stadt engagieren. Ob im Sportverein, in der Feuerwehr, im Brauchtum oder einfach in der Nachbarschaft, um nur einige zu nennen. Ihr seid das Fundament, auf dem wir bauen können. Das ist es, was für mich Elsdorf ausmacht, und das wird auch in der Zukunft so bleiben.
Es ist doch so: am Ende des Tages sind wir im Herzen immer noch ein Dorf. Wo man sich kennt. Wo man auch mal nen Verzäll hält. Wo man sich gemeinsam auf die Zukunft freut und trotzdem die Traditionen nicht vergisst.
In diesem Sinne wünsche ich Euch und Euren Liebsten ein frohes, friedliches Osterfest mit viel Zuversicht und vielleicht sogar ein bisschen Vorfreude auf das, was da alles kommt.
Herzliche Grüße
Euer Bürgermeister
Andreas Heller
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Bürgerbüro
Rathaus der Stadt Elsdorf
Gladbacher Straße 111
50189 Elsdorf
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