Neue Jugendamtsleitung im Interview
Sie sind die neue Leitung des Jugendamtes der Stadt Elsdorf. Können Sie sich kurz vorstellen?
Ich bin Christina Käsbach, B.A. für Soziale Arbeit, Führungskraft aus Leidenschaft und seit vielen Jahren im Kinderschutz und in der Jugendhilfe tätig. Ich verbinde fachliche Klarheit mit einem hohen Anspruch an Qualität und Menschlichkeit.
Zum 01.07.2025 habe ich die Leitung der pädagogischen Dienste bei der Stadt Elsdorf übernommen, seitdem 15.09.2025 war ich kommissarische Jugendamtsleitung, bis ich zum 01.03.2026 offiziell ernannt worden bin.
Was hat Sie an der Aufgabe in Elsdorf besonders gereizt?
Die Chance, wirklich etwas zu gestalten: Strukturen zu stärken, Qualität weiterzuentwickeln und ein Jugendamt zu leiten, das zuverlässig, modern und nah an den Menschen ist.
Was ist Ihnen in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien besonders wichtig?
Im Mittelpunkt steht für mich immer das Wohl der Kinder und Jugendlichen. Gleichzeitig weiß ich, dass nachhaltige Lösungen nur gemeinsam mit Familien gelingen können. Mir ist wichtig, Familien wertschätzend zu begegnen, frühzeitig Unterstützung anzubieten und gleichzeitig klar und verlässlich zu handeln, wenn der Schutz von Kindern es erfordert. Jugendhilfe lebt von Vertrauen, Fachlichkeit und Kooperation.
Welche Erfahrungen aus Ihren bisherigen Stationen bringen Sie in Ihre neue Aufgabe mit?
Ich kenne Jugendhilfe aus verschiedenen Perspektiven: freie Träger, Jugendamt und Leitung. Diese Kombination hilft mir, fachlich fundiert und gleichzeitig pragmatisch zu entscheiden.
Geprägt hat mich zudem meine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin, die meinen Blick für ganzheitliche Zusammenhänge, Belastungssituationen und professionelle Haltung geschärft hat. Ergänzend dazu bringen meine Zusatzqualifikationen als Reittherapeutin und Verfahrensbeiständin eine weitere fachliche Tiefe ein, insbesondere im Hinblick auf Beziehungsgestaltung, Beteiligung von Kindern und die Wahrung ihrer Rechte.
Wo sehen Sie aktuell wichtige Themen für die Kinder- und Jugendarbeit in Elsdorf?
Kinderschutz, Fachkräftesicherung und stabile Hilfesysteme. Gleichzeitig müssen wir schneller, klarer und vernetzter arbeiten.
Ebenso spielen der Ausbau von Betreuungsangeboten, die Zusammenarbeit mit Schulen sowie die Förderung von Kindern und Jugendlichen in ihrer Entwicklung eine große Rolle.
Welche Angebote oder Projekte möchten Sie perspektivisch weiterentwickeln oder neu anstoßen?
Frühe Hilfen, starke Netzwerke und innovative Unterstützungsangebote für Familien. Außerdem klare Strukturen im Jugendamt, die Mitarbeitende entlasten und Qualität sichern.
Darüber hinaus sehe ich großes Potenzial in präventiven Angeboten, in der Stärkung von Elternkompetenzen, Kinderrechten und in niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten für Kinder und Jugendliche.
Was wünschen Sie sich für die Zusammenarbeit mit Familien, Einrichtungen und Trägern in Elsdorf?
Ich wünsche mir eine offene, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Jugendhilfe funktioniert am besten, wenn alle Beteiligten gemeinsam Verantwortung übernehmen und konstruktiv miteinander arbeiten.
Mein Ziel ist ein Jugendamt, das verlässlicher Ansprechpartner für Familien ist und gleichzeitig ein starker Partner für Einrichtungen und freie Träger.
Was machen Sie gerne, wenn Sie nicht im Jugendamt arbeiten?
In meiner Freizeit zieht es mich raus in die Natur, am liebsten gemeinsam mit meiner Familie, meinen drei Hunden und meinem Pferd. Als Westernreiterin finde ich dort meinen Ausgleich und tanke neue Energie.
Gibt es einen Satz oder ein Motto, das Sie in Ihrer Arbeit begleitet?
Struktur geben, Vertrauen schaffen und Zukunft gestalten!
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