Klimaanpassungskonzept in Elsdorf
Am 17.6.2025 wurde das integrierte Klimaanpassungskonzept (KLAK) der Stadt Elsdorf im Hauptausschuss einstimmig beschlossen. Damit sind die Weichen für eine sukzessive Umsetzung der darin enthaltenen Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels gestellt. Den Rahmen der Konzepterstellung bildete das Förderprogramm DAS des Bundesumweltministeriums (BMUV) mit dem Förderschwerpunkt „A.1 Erstellung eines Nachhaltigen Anpassungskonzepts (Erstvorhaben)“. Fördermittelgeberin war die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH. Der Projektzeitraum umfasst den 15.08.2023 – 31.07.2025. Erste Schritte in der Umsetzung werden jetzt vor allem die Verstetigung von Klimaanpassung in der Verwaltung und in der Bauleitplanung sein, um rechtliche Grundlagen zu schaffen. Auch die Sensibilisierung zu Hitzeschutz und Starkregenvorsorge gehört dazu. Bei den baulichen Maßnahmen und Stadtgrün nutzen wir das KLAK zur Beantragung von Fördermitteln.
Unter diesem Link (sowie über das rechtsseitige Titelbild) finden Sie das Konzept: Klimaanpassungskonzept der Stadt Elsdorf (PDF-Dokument, 44,8 MB, 07.08.2025)
Hier ist die vereinfachte Kurzfassung als Vortrag vom Klimatag am 26.6.2025 im Bürgerhaus Neu-Etzweiler.
Verantwortlich für das Projekt der Klimaanpassung ist die Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Elsdorf. Bei Fragen und Anregungen rund um das Thema schreiben Sie einfach eine Mail an klima(@)elsdorf.de oder melden Sie sich telefonisch unter der Telefonnummer: 02274 709 240.
Hinweise zur Förderung
Das Projekt "Klimaanpassungskonzept" wird gefördert im Rahmen der Förderrichtlinie "Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Die Erarbeitung des Klimaanpassungskonzeptes für die Stadt Elsdorf im Förderschwerpunkt A.1 "Erstellung eine nachhaltigen Anpassungskonzeptes zum Einstieg in das kommunale Anpassungsmanagement" wird durch den Bund mit einer Förderquote von 90% gefördert.
Interview mit der Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Elsdorf
Die Stadt Elsdorf freut sich sehr über die Anstellung von Eleonore Witschaß, die nun als Klimaanpassungsmanagerin im Elsdorfer Rathaus tätig ist. Zur Vorstellung hat die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ein Interview mit Eleonore Witschaß geführt.
Wieso hast du dich für Elsdorf entschieden?
Elsdorf ist an einem spannenden Punkt. Mit der unmittelbaren Nähe zum Tagebau Hambach passiert hier momentan unglaublich viel. Zwischen Strukturwandel und Stadtplanung besteht viel Potential, Klimathemen direkt mitzudenken und so ganz vorne mit dabei zu sein. Als ländliche Kommune ist Elsdorf für mich gut überschaubar, und so mit mehr direkten Handlungsmöglichkeiten verbunden.
Wie war dein erster Eindruck von Elsdorf?
Mir hat Elsdorf direkt sehr gut gefallen. An meinem ersten Tag bin ich mit meinem Fahrrad durch Grouven gefahren, das war ein schöner erster Eindruck. Der Grouvener Weiher ist nicht nur ein Erholungsort, sondern spielt auch für das Mikroklima eine wichtige Rolle. Beim Elsdorfer Stadtfest habe ich auch direkt erlebt, wie aktiv die Bevölkerung ist. Trotzdem ist immer noch viel versiegelt, wo Grünflächen einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Hitze und Starkregen leisten könnten. Da möchte ich ansetzen.
Wie kann deine Stelle beschrieben werden?
Gefördert wird meine Stelle vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, kurz BMUV. Meine Aufgabe als Klimaanpassungsmanagerin in Elsdorf ist es, ein integriertes, nachhaltiges Klimaanpassungskonzept zu schreiben. Es geht also erstmal um eine Strategieentwicklung. Anders als beim Klimaschutzkonzept zielt es nicht auf die Verminderung von Treibhausgasemissionen, sondern thematisiert den Umgang mit den Folgen der Klimakrise. Eine wichtige Frage dabei ist: Wie können wir vorsorgen, um möglichst wenig von Hitze und Überschwemmungen betroffen zu sein? Mithilfe eines Fachbüros werden im Klimaanpassungskonzept Maßnahmen entwickelt, die ganz zielgerichtet an den richtigen Punkten ansetzen.
Kannst du schon sagen, in welchen Bereichen akuter Handlungsbedarf besteht?
Der konkrete Handlungsbedarf hängt von den Klimadaten ab, die wir bei der Konzepterstellung erhalten werden. Ein paar Bereiche sind aber bereits erkennbar. So stellt das Baumsterben durch Trockenheit ein akutes Risiko dar, und zunehmende Temperaturen im Sommer erhöhen die Hitzebelastung der Bürgerinnen und Bürger. Da sind Aufklärung und kühlende Maßnahmen ein drängendes Thema! An einigen Orten in der Kommune kommt es außerdem vermehrt zu Überschwemmungen, was auch Privatgrundstücke betrifft. Hier sind ein enger Austausch mit dem Tiefbauamt sowie Handlungsempfehlungen für Gebäudeschutz notwendig.
Welche Ziele hast du für Elsdorf?
Zuallererst möchte ich stärker auf das Thema Klimaanpassung aufmerksam machen. Manche Dinge sind auf den ersten Blick vielleicht unklar: Was bedeutet Klimaanpassung überhaupt? Wie schütze ich mein Haus vor Starkregen? Wie verhalte ich mich bei starker Hitze? Wo kann ich mich informieren? Da bin ich eine direkte Anlaufstelle.
Schlussendlich geht es natürlich auch um die Umsetzung der entwickelten Maßnahmen, zum Beispiel, um Baumsterben entgegenzuwirken. Gerne möchte ich die Bevölkerung ermutigen, da loszulegen und beispielsweise einfach mal den Baum vor der eigenen Haustür mitzugießen. Bei weiteren Ideen oder Anregungen kommen Sie gerne auf mich zu!
Haben Sie Fragen an die Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Elsdorf? Eleonore Witschaß freut sich auf Ihre E-Mail: klima(@)elsdorf.de
Eleonore Witschaß
Fachbereich 4 - Abteilung 4.40 Strukturwandel und Klimaschutz
Klimaanpassungsmanagement
Rathaus der Stadt Elsdorf
Gladbacher Straße 111
50189 Elsdorf
Raum 22
Telefonnummer: 02274 709 240
E-Mail schreiben
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